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Veröffentlicht am 16.08.2016 von Diana Seeländer

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7 Bio-Mythen

Im wahrsten Sinne des Wortes ist es in aller Munde – BIO. Discounter erweitern ihre Sortimente um Bio-Produkte und Bioläden eröffnen an fast jeder Ecke. Es stellt sich aber die Frage, ob Bio wirklich gesünder ist und man damit automatisch die Umwelt schützt.

Test Bio-Produkte

Experten von Stiftung Warentest kamen schon 2010 zu dem Ergebnis, das Obst und Gemüse in Bio-Qualität vergleichbar mit Sorten aus dem konventionellen Anbau nicht gesünder oder aromatischer sind. Belegt wird dies auch durch eine neuere Studie der Universität Stanford. Es wurde kein relevanter Vorteil gegenüber konventionellen Produkten festgestellt, weder bei der Pestizitbelastung, dem Nährstoffgehalt und dem Vorhandensein von gesundheitsgefährdeten Bakterien und Pilzen. Trotzdem steigt die Zahl der Verbraucher, die nur Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau essen. Der Kerngedanke eines möglichst geschlossenen natürlichen Kreislaufs zwischen Mensch, Natur und Tier ist sehr positiv zu sehen. Es gibt aber auch noch viele andere Mythen rund um Bio.

Mythos 1 – Bio ist gesünder

Es existieren genauso viele Studien, die belegen, das Bio-Lebensmittel gesünder sind, wie Studien die dem widersprechen. Es gibt keinen Beweis das Bio-Produkte automatisch gesünder sind, nur in Hinblick auf die Pestizitbelastung schneiden die Bio-Erzeugnisse messbar besser ab.

Mythos 2 – Transparenz

Es gibt heutzutage viele verschiedene Siegel, wie das Bioland- und Naturlandsiegel, das deutsche und das europäische Biosiegel, Demeter u.s.w. Für viele aber sehr verwirrend alle Siegel haben ihre eigenen Regeln und Richtlinien und manche führen den Verbraucher auch bewusst hinters Licht. Leider ist es aber auch so das die Grenzen, was Bio ist und was nicht sehr ausgedehnt werden können.

Mythos 3 – Frei von Zusatzstoffen

Man kann es nicht pauschalisieren, denn laut EU gibt es min. 50 Zusatzstoffe und Aromen, die für Bio-Produkte zugelassen sind.

Mythos 4 – Immer regional und nachhaltig

Da die Zahl der Verbraucher immer größer wird und schneller steigt im Gegensatz zur Anzahl der Bio-Bauern, kann der Bedarf nicht mehr nur aus dem eigenen Land gedeckt werden, es müssen viel Produkte aus dem Ausland importiert werden. Zum Beispiel : In Deutschland kommt jede 3. Bio-Kartoffel und fast 90 Prozent der Tomaten und Paprikas aus dem Ausland.

Mythos 5 – Weniger Kalorien

Leider nicht richtig, denn wir denken, dass Bio-Produkte gesünder sind und somit automatischer kalorienärmer. Das ist ein Denkfehler. Ersteres ist ja schon widerlegt worden, deshalb erübrigt sich der Gedanke, das Bio-Lebensmittel kalorienärmer sind. Es besteht auch kein Zusammenhang zwischen Gesundheit und Kaloriengehalt.

Mythos 6 – Bio-Eier sind unbelastet

Seit dem Dioxin- und PCB-Skandal Ostern 2012 ist dieser Mythos widerlegt. Da sich die Substanzen im Boden und auf Futterpflanzen anlagern, ist es unmöglich Tiere davor zu schützen, auch wenn sie noch so artgerecht gehalten werden.

Mythos 7 – Bio ist teurer

Der Mehraufwand der artgerechten oder nachhaltigen Haltung von Tieren und Landwirtschaft liegt gegenüber der konventionellen Landwirtschaft zwischen 30-100 Prozent. Für den Verbraucher ist ein Preisunterschied, vor allem weil jetzt auch Discounter eigene Produkte anbieten kaum spürbar.

Fazit

Bio-Produkte enthalten nicht mehr oder weniger Vitamine als herkömmliche Lebensmittel, jedoch hinsichtlich der Pestizitbelastung ist diese bei Bio-Produkten geringer. Natürlich kann man jetzt sagen eine geringere Belastung ist günstiger für den Körper und dadurch sind Bio-Lebensmittel gesünder.

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