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Veröffentlicht am 16.08.2016 von Diana Seeländer

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Problem Aufschieberitis

Es gibt ein Sprichwort „Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“. Jeder hat diesen Spruch schon einmal gehört und auch gerne ignoriert. Manchmal sind es aber auch tiefere Probleme, die uns davon abhalten Dinge zu erledigen, dann spricht man von der Volkskrankheit Aufschieberitis .

Beliebtester Tag, um Dinge zu erledigen – Morgen

Die Sporttasche liegt gepackt im Flur, Hausaufgaben sind noch nicht gemacht, müssen aber morgen abgegeben werden und auf dem Bildschirm wartet eine E-Mail, die schon längst hätte beantwortet werden sollte. Doch um all die Dinge,, anzugehen, gibt es noch andere viel wichtigere Dinge die es gilt zu erledigen. Erst einmal Neuigkeiten bei Facebook checken, schnell noch einen Kaffee trinken und die Blumen bräuchten auch mal wieder Wasser. Solche Situationen kommen uns sicher bekannt vor. Doch einen Trost gibt es, wir sind nicht allein damit. Laut einer Umfrage aus dem Jahre 1999 in den USA, gaben ganze 40% der Befragten an, dass ihnen schon mal Nachteile durch aufschieben von Arbeiten entstanden sind. 25% litten sogar unter Aufschieberitis.

Wenn aufschieben zum Problem wird

Ungeliebte Aufgaben werden gern einmal auf die lange Bank geschoben, dieses Problem kennt sicher jeder. Bei vielen ist dies aber ein normales Verhalten und hat keine Auswirkungen auf den Alltag. Leider kann dieses aufschieben von Aufgaben auch zum ernsthaften Problem werden. Die wissenschaftliche Bezeichnung ist Prokrastination für dieses Verhalten. Es kann alle Bereiche des Lebens betreffen, ob privat, beruflich, schulisch oder akademisch.

Wenn betrifft es?

Hauptsächlich sind Personen betroffen, die selbstständig arbeiten und sich immer selber motivieren müssen, wie Selbstständige und Freiberufler. Selbst Studenten können davon betroffen sein, deshalb hat die Uni Münster eine Prokrastinationsambulanz eingerichtet.

Was steckt dahinter?

Da man kurzfristige sichere Erfolge den langfristigen unsicheren vorzieht, ist dass das Problem bei der Aufschieberitis. Dieser Grund führt zu Übersprungshandlungen, wie Kaffee kochen oder aufräumen. Diese werden dann so ausgedehnt das man im Endeffekt gar nicht zu der eigentlichen Arbeit kommt und sie auf morgen verschiebt und das ganze beginnt von vorn. Auch wenn man das Problem in seiner Arbeitswelt nicht kennt, privat ist man dieser Verführung sicherlich schon begegnet. Wie oft hat man sich schon Dinge, wie morgen höre ich auf zu rauchen oder morgen fange ich mit meiner Diät an vorgenommen und doch war es morgen nie leichter als heute.

Das Verhalten ist immer gleich, in dem man das langfristige Ziel mit der Gefahr es nicht durchzuhalten, mit dem kurzfristigen erfolgsversprechenden Ziel tauscht, entfernt man sich dadurch aber von seinem eigentlichen Ziel. Faktoren wie Perfektionismus oder Versagensangst können Aufschieritis immer wieder befeuern, wer möchte sich schon gerne immer wieder rechtfertigen müssen, warum er was nicht gemacht hat. Doch all die Gründe, die uns heute abhalten, werden morgen nicht anders sein.

Kann man Aufschieberitis überwinden?

Bei nur gelegentlichem Aufschieben liegt kein Problem vor. Zur Überwindung muss die Aufgabe klar und deutlich definiert sein. Man muss sich im klaren sein, das man doppelt so viel Zeit benötigt wie eingeplant. Teilt man die Aufgabe in kleinere Unteraufgaben erzielt man einen schnelleren Erfolge, ganz egal welches Ziel man hat.

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